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Wie ich mein Depot aufbauen würde, wenn ich 20 Jahre älter wäre

Klare Frage: Wie würde ich mein Depot aufbauen, wenn ich nicht 34, sondern schon in meinen Mittfünfzigern wäre?


Dafür ist es erstmals wichtig zu verstehen, wie sich mein Portfolio derzeit zusammen setzt. In meinem Alter ist es mir persönlich noch nicht so wichtig, durch meine Investitionen am Kapitalmarkt passive Einkommensströme zu generieren. Die wenigsten Werte in meinem Depot bezahlen eine Dividende - und wenn doch, dann eine so geringe, dass man nicht wirklich von einem passiven Einkommensstrom sprechen kann. Ich habe noch ausreichend Zeit am Kapitalmarkt und versuche tendenziell eher in Werte zu investieren, von welchen ich hoffe, dass sie die Dividendenzahler von übermorgen werden. Demnach hoffe ich, dass diese Unternehmen mir vorerst Kursgewinne bescheren und irgendwann einmal damit beginnen, eine Dividende zu an seine Aktionäre auszuschütten. Mein Ziel ist also, maximale Rendite durch Kursgewinne und den Vermögensaufbau voranzutreiben.


Wie würde ich aber investieren, wenn ich 20 Jahre älter wäre?

In 20 Jahren habe ich hoffentlich schon ein Vermögen aufgebaut und das ein oder andere Unternehmen, das ich heute schon in meinem Depot habe, hat sich zu einem formidablen Dividendenzahler entwickelt. Das wäre mir auch wichtig. Schließlich werde ich mir schon Gedanken über meine Pension / Rente machen und ich möchte mein Einkommen aufbessern. Im Optimalfall ist mein Vermögen auch groß genug, um selbst bestimmen zu können, wann ich in Rente gehen möchte und nicht vom Wohlwollen des Staates abhängig bin. Demnach werde ich ein einkommensorientierter Investor sein. Dividenden versüßen mir die Zeit. Und mir wird natürlich wichtig sein, dass meine Dividenden mehr oder weniger sicher sind, eventuell jedes Jahr ein wenig höher werden, aber auf keinen Fall niedriger. Sicherheit ist mir wichtig. Aus diesem Grund würde ich auch mein Depot anders gestalten. Konsumgüteraktien, die beispielsweise noch gar nicht in meinem Depot anzutreffen sind, würden einen gewissen Anteil in meinem Depot einnehmen. Frei nach dem Motto "Gefressen und gesoffen wird immer" setze ich auf krisenresistente Unternehmen. Unter Umständen würde ich auch einen Teil meines Vermögens in Anleihen umschichten. Aber ich weiß es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau. Nichts desto trotz, würde mein Depot natürlich auch einen wachstumsorientierten Anteil aufweisen, aber bei weitem nicht mehr so stark wie heute. Value Investing würde in jeden Fall eine größere Rolle in meinen Investitionsplänen spielen. Ich werde Chancen nutzen, die mir der Markt bei einzelnen Unternehmen bietet, die in bestimmten Marktphasen günstig zu haben sind.

Außerdem wäre die Diversifikation in meinem Depot wesentlich breiter. Ich würde Beteiligungen an weitaus mehr Unternehmen halten, als dies heute der Fall ist.


Wie könnte mein Depot also aussehen, wenn ich bereits heute 20 Jahre älter wäre?


Werte, die ich heute im Depot habe, aber auch im Depot hätte, wenn ich Mitte 50 wäre:

  • Alphabet

  • Facebook

  • Microsoft

  • Danaher

Konsumwerte, die ich in meinem Depot hätte:

  • Procter & Gamble

  • General Mills

  • PepsiCo

REITS, die den Weg in mein Depot gefunden hätten:

  • W.P. Carey

  • Innovative Industrial Properties

  • Realty Income

Industriewerte, die auch in meinem Depot wären:

  • 3M

  • BASF

  • Illinois Tool Works

  • NVIDIA

  • AMD

Auch der Einzelhandel wäre vertreten:

  • The Home Depot

  • Amazon

  • Starbucks

Und natürlich dürfen auch Werte der Pharma-Branche nicht fehlen:

  • Johnson & Johnson

  • Pfizer

  • Abbvie

Außerdem hätte ich wahrscheinlich noch dein ein oder anderen ETF in meinem Depot, dessen Anlagestrategie einem Fokus auf Dividenden entspricht.

Vermutlich, oder sogar ziemlich sicher, hätte ich noch ein paar mehr Werte in meinem Depot, um mein Vermögen noch besser durch Diversifikation zu schützen. Aber nach heutigem Kenntnisstand hätte ich definitiv diese Werte in meinem Depot.


Nachdem ich aber auch noch ausreichend Zeit habe, werde ich jetzt wieder in die Gegenwart zurückkehren und mich dem hier und jetzt widmen. In der Hoffnung, dass ich mich eines Tages mit genau dieser "Problemstellung" zu befassen habe.


Dieser Artikel soll keine Empfehlung zum Kauf bestimmter Aktien sein. Es handelt sich hierbei um keine Anlageberatung sondern der Artikel spiegelt lediglich meine Gedanken zu einem bestimmten Thema wider.


Viele Grüße,

Manuel












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