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Mein 3 Konten-Modell

Organisation muss sein. Gleichzeitig sollte sie effizient und übersichtlich sein. Es gilt, das richtige Maß an Organisation zu finden. So ging ich auch die Organisation meiner Finanzen an und habe mir eine Struktur zurecht gelegt, mit der ich gut arbeiten kann. Seine Finanzen unter Kontrolle zu haben, bedeutet, zu jeder Zeit einen Überblick zu haben und haushalten zu können. Dass eine Übersicht mit lediglich einem Konto funktionieren kann, halte ich persönlich für vollkommen ausgeschlossen. Zu viele unterschiedliche Kostenblöcke belasten unser Konto jeden Monat und auch die unterschiedlichen Abbuchungszeitpunkte machen das nicht gerade einfacher.


Ich für meinen Teil habe ein 3 Konten-Modell etabliert, das mir ein gutes Gefühl gibt.


Konto 1: Mein Gehaltskonto

Auf mein Gehaltskonto bekomme ich, wie der Name schon sagt, jeden Monat mein Gehalt überwiesen. Aber ich nutze das Konto auch für die Zahlungen meiner Fixkosten. Miete, Heizung, Strom, Versicherungen, GIS und Handy werden direkt von meinem Gehaltskonto abgebucht. Nachdem ich weiß, wie hoch meine Fixkosten sind und diese auch einer guten Planungssicherheit unterliegen, bleibt auch genau der Betrag, welcher der Höhe meiner Fixkosten entspricht, jeden Monat auf dem Konto, sodass jeder Monat mit einem ausgeglichenen Saldo abgeschlossen wird.

Alles, was ich unter Fixkosten verstehe, macht in meiner monatlichen Planung circa ein Drittel meiner monatlichen Einnahmen aus.


Konto 2: Mein Konsumkonto

Auf mein Konsumkonto wird jeden Monat ein fester Betrag überwiesen. Mit diesem Geld finanziere ich mir den täglichen Bedarf wie zum Beispiel Lebensmittel, Disney+ oder das ein oder andere Abo. Außerdem finanziere ich über dieses Konto Urlaube, Kleidung und andere Dinge, die Spaß machen. Bleibt am Ende des Monats Geld übrig, was schon mal vorkommt, so belasse ich das Geld meistens auch auf diesem Konto. Ich nutze dieses Konto nämlich auch als Sparkonto für größere Anschaffungen. Mit dem Geld, das auf diesem Konto ist, kann ich also mehr oder weniger machen was ich will.

Auf dieses Konto werden auch gut ein Drittel meiner monatlichen Einnahmen überwiesen.


Konto 3: Cashkonto und Wertpapierdepot

Das dritte Drittel meiner monatlichen Einnahmen fließt jeden Monat in mein Wertpapierdepot. In der Regel verweilt das Geld nicht wirklich lange auf dem Cashkonto sondern wird sofort in Aktien investiert. Ich halte grundsätzlich keine Cashvorräte für irgendwelche Krisen am Aktienmarkt. Ich bin ein Verfechter davon, dass die Zeit am Markt wichtiger ist, als das Timing der Käufe und sehe daher keinen großen Grund, mich daran zu versuchen, den Markt zu timen. Nachdem es in Österreich 14 Gehälter gibt (Urlaubs- und Weihachtsgeld), wird zweimal im Jahr auch ein größerer Betrag zusätzlich meinem Depot zugeführt.


Keine 50-30-20-Regel

Wer also die 50-30-20-Regel kennt, wird bei mir feststellen, dass ich eine 33-33-33 Regel verfolge. Ich denke, dass das in weiten Teilen aber daran liegt, dass ich Lebensmittel und Kosten des täglichen Lebens nicht in den Fixkostenblock einrechne, sondern als Lifestyle-Kosten tituliere. Für mich sind Fixkosten jene Kosten, die wirklich fix sind. Also die Beträge wirklich einer Planungssicherheit unterliegen. Was Lebensmittel betrifft, lässt sich natürlich auch ableiten, wie hoch die monatlichen Kosten sind, nachdem diese aber variieren, sind das für mich eher variable Kosten.


Bei meinen Konten habe ich großen Wert darauf gelegt, dass sie nichts kosten. Sowohl mein Gehalts- als auch mein Konsumkonto kosten mich keinen Cent und auch meine Kreditkarte verursacht keine Kosten. Einzig mein Wertpapierdepot inklusive des Cashkonto verursachen geringfügige Kosten. Das könnte ich auch billiger haben, aber mir war es wichtig, einen in Österreich ansässigen Broker zu haben, der somit auch steuereinfach ist. Broker wir Trade Republic oder auch Scalable kamen daher, obwohl sie günstiger sind, für mich nicht in Frage.


Am Ende des Tages ist es wichtig, ein Modell für sich selbst zu definieren, mit dem man sich wohl fühlt und das in der täglichen Handhabe auch praktikabel und unkompliziert ist. Ich bin der Meinung, dass ich ein für mich sehr gut funktionierendes System etabliert habe, an dem ich auch weiter festhalten werde.


Wie habt ihr eure Finanzen organisiert? Nutzt ihr auch mehrere Konten?


Viele Grüße,

Manuel









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