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Der richtige Broker: Alles eine Frage der Strategie

Die Auswahl an Brokern ist groß und vielseitig. So vielseitig, dass die Entscheidung oft nicht leicht fällt, welcher der Broker sein soll, mit dem man seinen Vermögensaufbau vorantreiben möchte.


Der Gebührendschungel macht das Angebot der einzelnen Broker relativ unübersichtlich. Natürlich kann man es sich aber auch einfach machen: Man nimmt einen Broker, der für scheinbar gar nichts Geld sehen will. Auch solche gibt es mittlerweile, allerdings bringen auch diese in ihrer derzeitigen Konstellation nicht nur Vorteile. Oft sind diese Broker nicht in Österreich ansässig, was zur Folge hat, dass man sich selbst um die Steuer kümmern muss. Wer das nicht möchte, muss weiter suchen.


Einige Broker verrechnen eine Depotgebühr, andere möchten sich einen Teil der ausbezahlten Dividenden einbehalten. Auch die Ordergebühren unterscheiden sich zum Teil erheblich. Außerdem sind Sparpläne voll im Trend und auch das Sparplanangebot spielt in weitere Folge eine Rolle.


Ja, es sind viele Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Wie soll man sich da bloß entscheiden?


Am Ende ist es eine Frage der eigenen Anlagestrategie, die man sich tunlichst zurecht legen sollte, bevor man sich an die Auswahl des Brokers macht. Sonst droht ein böses Erwachen, denn die Brokergebühren nehmen, je länger der Anlagehorizont festgelegt ist, erheblichen Einfluss auf die langfristige Performance der eigenen Rendite. Klar könnte man meinen, dass man einfach mal mit Broker X startet und dann mal schaut, ob das Angebot zum eigenen Konzept passt, aber in der Regel ist das mit Aufwand und Kosten verbunden, wenn ein Depot zu übertragen ist.


Folgende Fragestellungen können hilfreich sein, um sich der eigenen Strategie und damit auch der Brokerauswahl anzunähern:

  • In welche Anlageklasse möchte ich investieren?

  • Investiere ich lieber in breit gestreute Märkte via ETF oder stelle ich mir mein Depot mit Einzelwerten zusammen?

  • Möchte ich meine Investitionen durch Einmalkäufe oder Sparpläne durchführen?

  • Betreibe ich Buy and Hold oder versuche ich meine Rendite durch Traiding zu maximieren?

  • Spielen Dividenden eine Rolle in meinem Investitionsansatz oder eher nicht?

  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf den Kundenservice meines Brokers zurückgreifen muss?

  • Stellt der Broker auch jene Börsenplätze zur Verfügung, die für meine Investitionen benötigt werden?

  • Zu welchen Zeiten möchte ich meine Käufe & Verkäufe durchführen?


Zusätzlich ist es natürlich auch sinnvoll, sich über die jeweiligen Broker zu informieren. Handelt es sich um gut etablierte Konzepte oder wie sind die Kundenmeinungen im Allgemeinen?


An der Börse sollte man strategisch handeln und Strategie beginnt nicht mit der Auswahl der richtigen Werte für das Depot, sondern schon ein paar Schritte früher. Der Broker sollte im Einklang mit der persönlichen Anlagestrategie sein. Nur so gelingt es, maximale Rendite zu erzielen, die auch zu großen Anteilen in der eigenen Tasche landen.







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